
bring art to life!
Liebe Gewerkschaftsbewegung,
Mann, seid Ihr klasse!!! Danke Euch!!!! Das war echt ein Geniestreich!
So viel freie Zeit, dazu die Muse, endlich mal alles zu tun, was im normalen Alltag wegen normalem Alltag leider zu kurz kommt.
Und ich weiß ja nicht, wie Ihr das so anstellt, aber irgendwie hab ich im Urlaub auch immer tolles Wetter, gleich, wo ich bin: Bin ich im Urlaub in Irland, regnet es in drei Wochen anderthalb Stunden, fahr ich an die Nordsee, regnet es gar nicht, und in meinen Winterferien schneit es, was das Zeug hält.
Habt Ihr da auch die Finger drin oder ist das schlicht die Regel "wenn Engel reisen"?
Na, wie auch immer, hätte ich keinen Urlaub, könnte ich es gar nicht so genießen, also: Danke!
Ich grüße Euch in Dankbarkeit, wohlgestimmt und mich-eifrig-am-Erholen!
P.S.: Wie steht es denn mit einem Projekt "mehr Stunden in den Urlaubstag"? Ich dachte so an... 10 Stunden mehr oder so? Dann hätten wir 34 statt 24 Stunden im Urlaubstag, und das fänd ich mächtig klasse!
Aber ich weiß ja, dass Ihr auch an die Naturgesetze gebunden seid und nicht einfach mehr Stunden als 24 in einen Tag hineinzaubern könnt. Was man verteilt, muss ja da sein, irgendwo.
Aber es ist ja da!
In all den Arbeitstagen sind sooo viele Stunden, an denen Ihr Euch (bzw. uns) bedienen könntet! Nehmt doch einfach da ein bißchen was weg, denn mal ganz ehrlich, welcher Arbeitstag braucht denn schon 24 Stunden? Da reichen doch 19 auch dicke! Und wenn jeder von uns auf fünf Stunden pro Arbeitstag verzichten würde, könnte man die Urlaubstage stundenmäßig schön aufpolstern ("Zeitkonten").
Behilfliche Grüße!
m. 07.01.2009, 09.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: geschrieben | Tags: offener Brief
die Hüter der Spiegel
Seit die Weltenspiegel blind sind, warten wir.
Früher einmal drehte sich unser Leben um diese Spiegel. Wir konnten
durch die Spiegel in andere Welten sehen; sie erzählten uns
Geschichten, wir konnten beobachten, lernen und sogar Verbindung
aufnehmen mit den den Welten, die sie uns zeigten.
Dann, eines Tages, trübten sich die Spiegel ein. Niemand wusste, was geschehen war, niemand kannte den Grund, warum die Weltenspiegel blind und nutzlos wurden, nicht einmal mehr geeignet, eine Reflexion dieser Welt zu zeigen, geschweige denn andere Welten.
Viele sagten, wir sollten sie abhängen oder gar zerstören, denn die Erinnerung an das, was war, würde unser Leben bestimmen und das sei nicht gut; was gewesen sei, sei vorüber und werde auch nicht zurückkehren. Und blinde Spiegel seien auch sonst zu nichts nutze.
Aber immer gab es einige von uns, die sich wehrten, die sagten, wir müssten die Tradition der Weltenspiegel
hüten, denn in ihr liege verborgen, wer wir seien, oder wer wir sein
könnten.
Die Zahl derer, die so dachten und sprachen, wurde immer
geringer, und wenn es sich nicht um ein paar sehr mächtige Mitglieder
unserer Gesellschaft gehandelt hätte, hätten sie sich wohl nicht durchsetzen
können.
Doch sie waren erfolgreich um den Preis ihrer eigenen
gesellschaftlichen Ächtung; sie sammelten überall die blinden Spiegel
ein, brachten sie an einen geheimen Ort und widmeten ihnen ihr Leben.
Bald wurden sie nur noch Hüter der Spiegel genannt, und man flüsterte von ihnen hinter vorgehaltener Hand, oder vergaß sie ganz.
Doch wir sind noch hier, inmitten all der Spiegel, die wir vor der Zerstörung gerettet haben.
Und jetzt kehrt Leben in diese Spiegel zurück. Nach all den Jahren
verändert sich die Spiegelfläche wieder: Sie ist nicht mehr blind - es
ist, als ob schwere Nebelschwaden durch die Spiegel wallen, dick und
undurchdringlich.
Aber auch der dichteste Nebel verbirgt etwas, und irgendwann wird er sich lichten.
Die Krähen flüstern von Veränderung.
m. 02.01.2009, 06.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: geschrieben | Tags: Weltenspiegel
Kunsthunger, ungestillt
Und gerade eben hatte ich plötzlich unbändige Lust, mir das alles nochmal anzusehen. Ich dachte an einen virtuellen Rundgang durch das Museum, freute mich, kochte mir ein Teechen und suchte sodann auf deren Homepage rum - nichts virtuell-rundgang-mäßiges zu finden.
Ich denke mir: Naja, vielleicht finde ich's bloß nicht. Extensives Suchen - nichts.
Okay, dann nicht. *grummel* Gibt ja aber auch noch andere Museen in anderen Ländern, etwa das Museum of Modern Art in New York (unverlinkt, weil *grrr*), das tut's doch dann auch.
Raten? Genau: nichts.
Nun halte ich mich zwar nicht unbedingt für den DAU, aber Englisch ist immer noch eine Fremdsprache, da kann es schon mal passieren, dass man einfach an der Sprachhürde scheitert. Und überhaupt ist mir mittlerweile auch mehr nach klassischer Schönheit, also Pergamonmuseum Berlin (unverlinkt, weil ich dafür nicht mal eine ordentliche Homepage gefunden habe... *GRRRRRRRRR*)
Der Vollständigkeit halber: Louvre, Paris. (*/§#§=/&!!##*)
Jetzt mal ehrlich, Leute: Ich hab's doch bloß nicht gefunden, oder? ODER?! Das kann's doch nicht sein! Das kann doch nicht alles sein, wozu Ihr das Internet zu gebrauchen bereit seid, zum Chatten, anonymen Einkaufen und illegalen Dateien tauschen?
Was ist denn mit der Kultur?
(Und mit Kultur meine ich nicht einen schlecht gemachten Museums-Shop, in dem ich mehr oder weniger billige Drucke der Ausstellungsstücke kaufen kann, die ich vorher im Museum gesehen ha... uuups, habe ich ja nicht!)
Das kann doch nicht sein, dass ich leider Pech habe, weil ich nicht in London/ New York/ Berlin/ Paris wohne und mal eben schnell... uups, ich vergass, Feiertag... (Nein, ich verlange nicht, dass die Angestellten auch an Feiertagen arbeiten - ich würde ja glatt auch virtuell vorbeisch... uuups...!)
Wie geht das an, dass die Bildungs-, Kunst- und Kulturszene das Internet so völlig ignoriert, statt ein modernes Museumskonzept aufzustellen, das auch virtuelle Rundgänge durch die Ausstellungsräume beinhaltet?
Es muss ja kein Ultra-Realismus sein, was die Räume angeht - nur so genau, dass der virtuelle Besucher die Stimmung mitbekommt, die in den Räumen herrscht. Und was die Ausstellungsstücke selbst angeht, die dann nach allen Regeln und Möglichkeiten moderner Technik so scharf und genau wie möglich, und bitte mit der Option, sich eine virtuelle Führung dazu anzusehen, vollgepackt mit Informationen und frei wählbar je nach Alter, Vorbildung und gewünschter Tiefe. Ach ja, und nett wäre auch ein Rundgang hinter den Kulissen, in dem z. B. gezeigt wird, wie Bilder restauriert werden oder ihre Echtheit beurteilt oder sowas.
Und sag mir keiner, dass das beim Stand der Technik und des Wissens heutzutage nicht geht, das glaub ich nimmermehr!
Und wenn es nicht geht, macht es gehen! 's wär wichtig!!
m. 01.01.2009, 17.26 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: geklickt


